Technik Rauchmelder


Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Alle in Deutschland verkauften Heimrauchmelder funktionieren nach dem Streulichtprinzip. Im Melder befindet sich eine so genannte Rauchkammer. Wenn sie den Melder aufschrauben würden, ist es das große schwarze Ding aus Plastik.
In dieser nach allen Seiten offenen aber vollkommen lichtdichten Kammer strahlt eine Leuchtdiode ins Leere. Dringt Rauch in die Kammer ein wird das Licht durch die Rauchpartikel auf eine Fotozelle abgelenkt, die sich hinter einer Trennwand befindet. Ein Prozessor wertet die Signale aus um Fehlalarme zu verhindern. Durch einen Brand entstandener Rauch unterscheidet sich in vielen Faktoren deutlich von Wasserdampf, Zigarettenrauch oder dem Kaminofen. Derartige Meldungen werden oft als Funktionsbeweis dargestellt sind aber Fehlalarme die bei guten Rauchwarnmelder so gut wie nicht vorkommen. Sie senken fatalerweise die Sensibilität für einen echten Alarm. Der Rauchmelder piept. Um Fehlalarme zu verhindern, wertet ein Minicomputer das Signal der Fotozelle aus und vergleicht es mit hinterlegten Mustern. Der Melder soll weder beim Staubsaugen noch bei Zigarettenrauch einen Fehlalarm auslösen. Dafür hat der Melder für verschiedene Raucharten bestimmte Werte hinterlegt. Hausbrandrauch hat z.B. eine andere Farbe und Partikelgröße als Zigarettenrauch oder Staub. Bei guten Meldern ist diese Auswertung sehr aufwändig, wird z. B. 16 mal durchgeführt und ausgewertet bevor ein Alarm ausgelöst wird. Auch wird eine über die Jahre stattfindende Verschmutzung der Rauchkammer über eine Angleichung der Empfindlichkeit ausgeglichen. Es gibt einen exakten Ansprechpunkt wann Alarm ausgelöst wird. Wird die Verschmutzung zu groß wird der Fehler gemeldet. Bei Billigmeldern wird der Aufwand kostenbedingt gering gehalten. Ausfälle, Fehlalarme, zu spätes oder frühes ansprechen sind die Folge.
Oft hängt der Melder unbemerkt, defekt und wirkungslos an der Decke.


Lithiumbatterien

Eine tolle Sache, sind zuverlässiger und halten erheblich länger als normale Batterien.
Verwenden Sie Lithiumbatterien nur wenn der Hersteller das ausdrücklich zulässt (Hinweis in der Bedienungsanleitung oder auf der Unterseite des Rauchmelders). 9V Lithium Blockbatterien halten meist keine 10 Jahre. Die Hersteller geben gerne an "Die Batterie hält bis zu 10 Jahre". Gehen Sie von 3-8 Jahren aus, je nach Melder. Je teurer der Melder umso länger hält die Batterie. Bedenken sie, das sie nach einigen Jahren in den alten Melder eine neuer Batterie einbauen und das Gerät trotzdem nach 10 Jahren ersetzen müssen, auch wenn die Batterie noch hält. Die Rauchkammer, die Leuchtdiode und das Insektenschutzgitter sind verschmutz, die Elektronik alt, korrodiert und die Chemie in den Kondensatoren hat nicht stillgehalten. Eine neue Batterie macht den Melder nicht mehr jung. Die Ausfallrate steigt nach 10 Jahren deutlich und die Technik ist auch die von vor 10 Jahren. Kaputte Rauchmelder sind still! (Jedenfalls die Billigen) Festeingebaute Lithiumbatterien haben eine höhere Kapazität, hier sind die 10 Jahre Lebensdauer glaubwürdig.

Normale Batterien
Auch hier gibt der Hersteller vor, welche Batterien eingesetzt werden dürfen!


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